Hotel & Restaurant Marxzeller Mühle Buchung

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Hotel & Restaurant Marxzeller Mühle
Traditionelles 4 Sterne Hotel im Nordschwarzwald


Die Marxzeller Mühle, schon 1255 vom Kloster Frauenalb als Mühle für die Gemeinden Schielberg, Pfaffenrot und Burbach gegründet, zählt zu den ältesten Gasthöfen im Schwarzwald.

In diesem Jahre 1255 erwarb das Kloster Frauenalb die Mühle in Zell »molendinum in cella«. Sie gehörte ursprünglich zu Burbach und wurde früher analog der Schöllbronner Mühle Burppacher Mühlin genannt. Sie war Eigentum der Reichsritter von Remchingen bevor sie an das Kloster kam.

Die Mühle besaß durch die Jahrhunderte den Mühlenbann für die drei Dörfer und so mußten die Bauern hier ihr Getreide mahlen lassen.

1836 übernahm Johann Adam Rund, Ochsenwirt und Müller aus Mühlhausen an der Wurm die Marxzeller Mühle von dessen Schwager Ignatz Sebastian Kunz. Die Marxzeller Mühle wurde zu dieser Zeit erstmals als Wirtshaus erwähnt.

Durch die Schildgerechtigkeit nannte sich das Gasthaus »Zum Löwen« und war der Anziehungspunkt für Wanderer und die Postbringer des Albtals.

1863 wurde auf Antrag des Bürgermeisteramts Pfaffenrot die Marxzeller Mühle zur Postablage eingerichtet. Marxzell erhielt seinen eigenen Poststempel »Ettlingen, Postablage Marxzell«. Eine derartige Postablagestelle wurde vom Mühlenwirt betrieben, die Postkutschen wurden durch die Schmalspurbahn der Albtalbahn 1899 aufgelöst. In jener Zeit fuhren die Kutschen regelmäßig die Mühle an, brachten und nahmen Post und Fahrgäste der umliegenden Ortschaften mit. Sie fuhren von Ettlingen über Marxzell nach Herrenalb. Ebenso überbrachten die Postkutschenfahrer bei einem »Schnäpsle« Neuigkeiten aus nah und fern. Erst 1904 wurde die Poststelle in den ersten Stock des »Roten-Kreuz-Heimes« übertragen, wo sie bis 1912 blieb.

1887 erwirbt Graf August von Bismark, Königlich Preußischer Major von Baden mit Ehefrau Gräfin Clara, geb. Achenbach, die Marxzeller Mühle.

Die Dorfschmiede in Pfaffenrot, Heimatort von Carl Benz, prägte dieser Zeit mit Zukunft und Errungenschaften. 1888 hatte Carl Benz die Zeit für reif gehalten, seinen Wagen auf der »Kraft- und Arbeitsmaschinen-Ausstellung« in München vorzustellen. Die öffentliche Anerkennung blieb jedoch aus.

Die Leute kaufen nur die Sachen, die sie kennen behauptete seine Gattin. So fuhr in den frühen Morgenstunden Berta Benz, ohne das Wissen ihres Mannes mit dem Benz-Patent-Motorwagen von Mannheim nach Pforzheim. Die 39jährige Berta Benz mit ihren Söhnen Eugen, 15, und Richard, 13, war auf dem Weg, um ihre Mutter aufzusuchen.

So fuhr auch in den folgenden Jahren Carl Benz immer wieder zu seinem Heimatort Pfaffenrot. Sein erster Wagen mit einem ¾ PS-Motor konnte allerdings die Steige nach Pfaffenrot nicht nehmen. Also wurde die Marxzeller Mühle unten im Tal zum ersten Parkplatz. Später wagte er den Anstieg. Josef Benz, Nachfahre von Carl Benz, erinnerte sich. »Per Boten ließ Benz von Marxzell aus seine Ankunft im Pfaffenroter Schulhaus ankündigen; dies war das Signal für die damaligen Volksschüler zum sofortigen Aufbruch nach dem Eingang zum Brücklesweg, wo Carl Benz mit seinem Auto auf die Schubkraft der Schüler wartete. Die Schüler rannten, wie vom Blitz getroffen, weil jeder der erste sein wollte.«

Die Grund- und Hauptschule Marxzells trägt seinen Namen und seit 1933 gibt es in der »Marxzeller Mühle « eine Carl Benz Stube.

1891: Verkauf der Mühle an den Großherzoglichen Oberamtsrichter Dr. A. Sautier für 75.000 Mark.

Der Maler Hans Thoma (1839 – 1924), Direktor der Kunsthalle und Akademieprofessor in Karlsruhe, kehrte in dieser Zeit des öfteren in der Marxzeller Mühle ein; gleich hinter der Kirche in der Burbacher Straße hatte er in seinem holzverschindelten Haus sein Atelier. Die idyllischen Impressionen aus dem Albtal begeisterten ihn wie heute noch viele Besucher. Seine Werke sind unter anderem Landschaften aus dem Schwarzwald mit vollem Naturgefühl.

1902 übernahm die Brauerei A. Printz in Karlsruhe die Marxzeller Mühle.

1919 wechselte der Besitz an Herrn Otto Schneider und Ehefrau, Zimmermeister aus Marxzell und Besitzer der damaligen Holzsägemühle gegenüber der Mühle. Die Familie Schneider war sehr wohlhabend und konnte ihre Besitztümer stets vergrößern.

1926 vernichtete ein verheerender Brand die Mühle bis auf den Keller. Otto Schneider errichtete den Neubau, die Marxzeller Mühle wurde im Jahre 1928 wieder eröffnet.

1933, nach dem Tod von Otto Schneider, erwirbt August Schneider, Bürgermeister von Gaggenau mit Ehefrau Ida Angelika, geborene Lenz, die Marxzeller Mühle.

1934 leitete die Familie Schneider die Marxzeller Mühle.

Die Familie Schneider mit ihren zwei Söhnen und zwei Töchtern zog von Gaggenau nach Marxzell.

Die persönliche Bekanntschaft von August Schneider mit Herrn Carl Benz und die Funktion des Bürgermeisteramtes half in vielen Situationen Dinge zu verändern und besser anzugehen. Die Tochter, Frau Beda Schneider, volontierte kurz vor Kriegsausbruch ein Jahr in England, um sich in hauswirtschaftlichen Bereichen auszubilden.

Als sie von ihrem Vater zurück befohlen wurde, erhielt sie mit 21 Jahren die Konzession zur Führung des elterlichen Betriebes. August Schneider war ein Kraft- und Tatmensch, der auch dem damaligen Regime, auffiel, als er sich mit Widerstand manchen Autoritäten gegenüber verhielt. So wurde er kurze Zeit später seines Amtes enthoben und zog sich zurück nach Marxzell.

Vom 5. Juni bis 12 Juli 1945 war die Marxzeller Mühle durch den französischen Kommandeur Bachelot des 3. Bataillons des Infanterieregiments 202 besetzt worden. In der Zeit vom 12. Juli bis 9. September 1945 besetzten die Amerikaner mit dem Stab der Kompnie A des 424. Infantrieregements die Marxzeller Mühle. (Pressebericht: Badische Neuest Nachrichten vom 09.08.2005)

1947 starb August Schneider und hinterließ die Marxzeller Mühle der Erbengemeinschaft Ida Angelika Schneider und den beiden Töchtern.

Im Jahre 1962 erwarb aus dieser Erbengemeinschaft Frau Beda Axtmann, geborene Schneider, die Marxzeller Mühle und leitete erstmals das Haus unter eigener Regie mit ihrem Ehemann Erwin. In diesen Jahren erwarb sich die Marxzeller Mühle den Ruf der besten Forellen aus dem Albtal, aus eigenem Bassin, vorsichtig in Sud gegart und liebevoll angerichtet mit einem kleinen Gewichtsklassen-»Fähnle «, welches dazu dienen sollte, den Preis der Forelle zu vermitteln. Das Haus zählte zu den ersten mit fließendem Kaltwasser auf der Etage und mit einem Badezimmer in jedem Stockwerk. Im Sommer konnten sich die Gäste im eigenen Schwimmbad mit anliegender Liegewiese vergnügen. Hinter dem Haus war die Sonnenterrasse mit dem herrlichen Blick ins Albtal, wo die Gäste sich bei einer guten Tasse Kaffee und einem selbstgebackenen Kuchen entspannen konnten. Ebenso sorgte die blühende Natur des Gartens zur besten Erholung für Auge und Gemüt.

1990 erwarb Familie Sowek das ganze Anwesen und baute es mit viel Engagement von 1997 bis in das Jahr 1998 aus. Es wurde von Grund auf renoviert und im Landhausstil ausgebaut. Technik und Fortschritt sind eingebracht, sie sollen dem Menschen dienen. Dennoch bleibt die Marxzeller Mühle eine Oase für gepflegte Gastlichkeit, in der keinesfalls die Tradition und die Kultur der »Väter« ausbleiben soll. Der Mensch und die Dienstleistung stehen im Mittelpunkt des Geschehens, in dem Qualität nicht nur ein Versprechen ist. Stil und Dekor der heutigen Marxzeller Mühle strahlen Heiterkeit, Wärme und Harmonie aus.

 







Klosterruine in Frauenalb










Carl Benz - Stube 1933












Marxzeller Mühle 1934












Marxzeller Mühle 1962